Ein Kneippbecken zum Wassertreten sowie ein Armbad befindet sich im Freibadbereich zwischen Strandcafé und Springerbecken.

Die heilende Wirkung kalter Bäder

Als Pfarrer Sebastian Kneipp Ende des 19ten Jahrhunderts sein ganzheitliches Gesundheitskonzept entwickelte, war an den heutigen Wellness-Boom noch nicht zu denken. Kneipp erkannte die heilende und vorbeugende Wirkung kalter Bäder. Eine Selbsterfahrung, die er durch Eintauchen in die eiskalte Donau gemacht hatte. Ein schöner Gedanke, dass sich das Kneipp-Becken nur rund hundert Meter Luftlinie von dem Fluss entfernt befindet, aus dem das Kneippen, bildlich gesprochen, aus der Taufe gehoben wurde. Vielleicht lassen sich gerade deshalb hier das Kneippen und seine wohltuende Wirkung besonders genießen.

Die ganzheitliche Kneipp-Therapie will Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Die körperlichen und geistig-seelischen Funktionen sollen harmonisiert werden. Kneippen eignet sich vor allem zur Vorbeugung. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt, die Widerstandskraft erhöht und das innere Gleichgewicht gestärkt.

Die Gesundheitsidee Kneipps basiert auf 5 Elementen. Wasser-Anwendungen spielen bei der positiven Regulation aller Körperfunktionen eine zentrale Rolle.

Beim Benutzen des Kneippbeckens soll man einige Dinge beachten, damit auch der gewünschte Erfolg eintritt.

Wassertreten

Richtig angewandt, soll das Wassertreten die Blutzirkulation anregen und weniger anfällig für Erkältungskrankheiten machen. Im sogenannten Storchengang durch das Tretbecken gehen, nicht länger als 30 – 60 Sekunden.

Armbad

Beide Arme 15 – 30 Sekunden ins kalte Wasser eintauchen; das Armbad hat eine erfrischende und beruhigende Wirkung und soll bei Herzerkrankungen helfen. Für beide Anwendungen gilt: Keine Benutzung bei kalten Armen und Beinen, bei Eintritt von starkem Kältegefühl die Anwendung sofort beenden, nach Beenden das Wasser nur leicht abstreifen und sofort bewegen.