Warum muss man nackt in die Sauna?
… wegen der Kühlung des Körpers und der Hygiene.

Wenn Schweiß auf der Körperoberfläche verdunstet, entzieht er der Haut die Wärme. Das ist einer der wichtigsten Temperaturregler des menschlichen Körpers. Damit die Kühlung funktioniert, muss der Schweiß aber auch verdunsten können! Ist eine Körperstelle bedeckt, kann der Körper überschüssige Wärme nicht abgeben. Hinzu kommt, dass auch die Wärme, die der menschliche Körper selbst produziert, in der Kleidung „hängen bleibt“. Ein doppelter Aufheizungseffekt also.

Egal, wie groß oder klein die bedeckte Körperstelle ist, an ihr herrschen ungesunde mikroklimatische Verhältnisse. Was den Körper bedeckt, ist darüber hinaus nicht immer gesund – schon gar nicht in der Sauna. Synthetik und manche andere Stoffe (und die darin enthaltene Chemie) reagieren mit Wärme und Schweiß viel leichter. Die Problematik von in der Sauna getragenen Kleidungsstücken endet nicht an der Saunakabinentür. Ein feuchtwarmes Klima, wie es unter dem Stoff herrscht, ist ein hervorragender Tummelplatz für Bakterien und Pilze. Und: Andere Saunagäste wären auch bestimmt nicht erfreut, wenn solche Wäschestücke hernach im Tauchbecken oder im Schwimmbad „gewaschen“ würden.

Wird Badebekleidung anschließend weiter auf der Haut getragen, entsteht der Effekt, den jeder vom Strandbad kennt. Das Wasser verdunstet jetzt teilweise an der Luft und darunter wird es kalt. Natürlich auch im dafür besonders anfälligen Unterleibsbereich.

Schmuck in der Sauna? „Ein heißes Eisen!“

Jedes Metall wird in der Sauna zum „heißen Eisen“. Schmuck, vor allem solcher, der nicht ständigen direkten Kontakt zur Haut hat (wie ein Ehering etwa), erwärmt sich durch Wärmestrahlung so stark, dass er bei Hautkontakt schmerzhafte Verbrennungen hervorrufen kann.

Deshalb sind auch alle notwendigen Metallteile der Sauna selbst (wie z.B. Nägel und Schrauben) tief versenkt angebracht, um jegliche Berührung zu vermeiden. Grundsätzlich gilt: Schmuck hat in der Sauna nichts zu suchen! Neben dem gesundheitlichen Aspekt sollte man dabei auch bedenken, dass der Schmuck für solche extremen Temperaturschwankungen nicht konzipiert ist. Gefasste oder geklebte Schmuckteile könnten schnell aus der Form geraten.

Abnehmen durch Sauna! Leider nicht, aber…

Es wäre schön, wenn man in der Sauna seine überflüssigen Pfunde einfach „wegschmelzen“ könnte: Je nach Gewicht eine Minutenzahl festgelegt, eine Fettpfanne untergestellt und dann einfach bis zum Wunschgewicht geschwitzt.

Leider ist dem nicht so. Man verliert hauptsächlich Wasser! Mit der nächsten Mahlzeit oder dem nächsten Getränk wird dieser Flüssigkeitsverlust wieder ausgeglichen, und der Fortschritt auf der Waage ist passé. Trotzdem bringt die Sauna beim Gewichtsreduzieren einen nicht unwichtigen Effekt: Sie schafft durch ihre psychisch ausgleichende Wirkung ideale Voraussetzungen für die harte Zeit des Abspeckens. Stoffwechsel und Durchblutung werden gesteigert, was den Abtransport von Schlacken im Körper fördert. Für den gesteigerten Appetit und den Durst bieten sich nach dem Saunagang Wasser, frische Fruchtsäfte und Obst/Salat je nach gewählter Diät an. Bei Salaten aber bitte einen Bogen um die fett- und zuckerhaltigen Dressings machen.

Sind Bürsten in der Sauna angebracht, um damit das Schwitzen zu aktivieren?

Klare Antwort: Nein! Für Sauna-Neulinge, die eventuell noch schlecht schwitzen, ist eine Bürstenmassage mit einem mittelharten Exemplar in Verbindung mit einem warmen Fußbad vor Betreten der Sauna angebracht.
In der Sauna ist dies nicht nur lästig für die anderen Gäste, es stört auch die Entspannung durch die Saunawärme. Selbst diese geringe Muskelbelastung führt bereits zu einer unnötigen Erhöhung der Herztätigkeit und der Atmung, was besser zu vermeiden ist. Die Sauna gilt außerdem nicht zuletzt deshalb als die schönste Art zu schwitzen, weil dies ohne Anstrengung und ohne Arbeit geschieht – allein durch die zugeführte Wärme.

Körperhaltung in der Sauna: Liegen oder sitzen mit angezogenen Beinen auf gleicher Höhe!

In der Sauna befinden sich mehrere Bänke in unterschiedlicher Höhe. Sauna-Neulingen ist es zu empfehlen, auf den Bänken der unteren oder mittleren Höhe Platz zu nehmen. Die Wärme steigt nach oben, wo es deutlich heißer ist. Nehmen Sie ein großes Badetuch mit in die Sauna. Setzen oder legen Sie sich auf das Handtuch, so gelangt der Schweiß nicht auf das Holz. Die nachfolgenden Gäste sitzen dadurch genauso wie Sie selbst auf sauberem Holz.

  • Die Rückenlage, in der sich der ganze Körper in einer Temperaturzone befindet, ist die schonendste Lage mit der größtmöglichen Muskelentspannung.
  • Wenn der Platz dafür einmal nicht reicht, empfiehlt sich das Sitzen mit angezogenen Beinen. Dabei setzt man die Füße auf die gleiche Bank auf, um die Bauchmuskulatur zu entkrampfen und die Füße in der gleichen Temperaturzone wie die Sitzfläche zu haben.
  • Optimal ist es, den ganzen Körper gleichmäßig zu durchwärmen. Beim normalen Sitzen auf der oberen Bank befindet sich der Kopf in einem Temperaturbereich, je nach Saunakabine, von etwa 80° bis 90° C und die Füße bei ca. 50° bis 60° C. Dies sollte man vermeiden!

Tipp: Wenn Sie am liebsten liegend saunieren, dann sitzen Sie die letzen 2 Minuten aufrecht und bewegen Ihre Beine. So wird die Durchblutung angeregt. Nicht nur Menschen, die an Krampfadern oder Venenproblemen leiden, ist es generell zu empfehlen, in der Sauna nicht zu sitzen, sondern mit leicht erhöhten Beinen zu liegen. Das Blut fließt besser ab und die Krampfadern werden entlastet.

Sitzen Sie nicht wie auf einem Hocker

Dadurch lassen Sie es zu, dass Blut für die ganze Zeit der Aufwärmung in die stark erweiterten Blutgefäße der Beine absinkt.

Saunieren Sie nur so lange, wie Sie sich wohlfühlen.

8 bis 12 Minuten dauert in der Regel ein Saunabad. Mehr als 15 Minuten sollten nicht überschritten werden. Sie können den Saunagang 2 bis 3 Mal wiederholen. Denken Sie an Ihre Gesundheit und verlassen Sie die Sauna frühzeitig, falls gesundheitliche Probleme auftreten!

Bitte kein Eis

Kälte verschließt die Poren und verhindert das Schwitzen. Deshalb den Körper während des Saunierens nicht mit Eis abreiben.

Sauna-Knigge

Damit sich alle in der Sauna wohlfühlen, hier unser Leitfaden für Saunafreu(n)de:

Hygiene

  • Bitte duschen Sie immer bevor Sie die Sauna, die Tauch- oder Badebecken nutzen.
  • Maniküre, Rasieren und vergleichbare Körperpflege sind zu unterlassen.

Die richtigen Textilien in den Saunen

  • Legen Sie ein körpergroßes Saunatuch in den Saunen unter, damit kein Schweiß auf das Holz tropfen kann.
  • Keine Badebekleidung und Badeschuhe in den Saunen!

Die richtigen Textilien außerhalb der Saunen

  • Unsere Sauna ist ein überwiegend textilfreier, aber kein FKK-Bereich.
  • Bitte tragen Sie außerhalb der Saunen keine Badebekleidung, sondern einen Bademantel oder ein Saunatuch.
  • In unserer Sauna-Bar ist derartige Bekleidung Pflicht.

Technische Geräte

  • Bitte respektieren Sie die Persönlichkeitsrechte der anderen Gäste: Handys oder sonstige Aufnahmegeräte (Tablet, etc.) sind in der gesamten Saunaanlage nicht gestattet.

Rücksichtnahme auf andere Saunagäste

  • Ruhe fördert die Entspannung. Vermeiden Sie deshalb laute Gespräche, um andere Gäste nicht zu stören.
  • Bitte reservieren Sie keine Liegen – jeder möchte nach dem Saunen entspannen können.
  • Intimitäten zurückhalten: intensive Zärtlichkeiten gehören nicht in eine öffentliche Sauna.
  • Respektieren Sie die Intimsphäre der anderen Saunagäste. Das bedeutet, sich weder selbst zur Schau zu stellen, noch die anderen Besucher anzustarren.

Raucherzone

  • Das Rauchen ist nur in der Raucherzone im Saunagarten gestattet.